Franz Neumann (1798-1895),

Physiker und Mineraloge in Königsberg


FN-Relief 1998

 

Franz Ernst Neumann, geb. am 11.9.1798 in Mellin bei Jochimsthal/ nörd-östl. Berlin (not todays Jachymov, as written in link see above), gestorben am 23.5.1885 in Königsberg/Pr. (heute Kaliningrad /Russland). Er studierte in Jena und Berlin. Unter Fürsprache von E.C.Weiß und Alexander v. Humboldt aus Berlin erfolgte 1826 seine Berufung nach Königsberg. 1829 wurde er ordentlicher Professor für Physik und Mineralogie. Zusammen mit C.G.Jacobi (1804-1851) errichtete er 1834 das erste Mathematisch-Physikalische Seminar, dessen experimentelles Laboratorium er alleine innerhalb seiner nach ihm benannten "Königsberger Schule der exakten Naturwissenschaften" fortführte.

 

 

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Neumanns Arbeiten erstreckten sich auf sämtliche Arbeitsgebiete der Mathematischen Physik unter besonderer Berücksichtigung der Optik. Er formulierte die Grundgesetze der induzierten Ströme.

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Beide obigen Abbildungen wurden auf Wunsch von Frau Prof. Dr. Reich und Frau Prof. Dr. G.Wolfschmidt vom Instituts für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik anläßlich einer Exkursion am 27.4.01 zum hiesigen kleinen Privatarchiv der ehmaligen K.G. Hagen-F.Neumann-Stiftung (siehe Extraseite)  ins Internet gestellt. Link:
Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, Hamburg

Neumann gilt er als der Begründer der Mathematischen Physik in Deutschland. Er wurde Mitglied in fast allen europäischen Akademien der Wissenschaften und erhielt zahllose Ehrungen, von denen 1860 der "Pour le Mérite" und 1886 der "Rothe Adlerorden II.Klasse mit Stern" herausragen.
Nach seinem Tode wurde er auf dem Alten Neuroßgärter Gelehrtenfriedhof unter einem Granitquarder beigesetzt.

Erinnerungen: Übergabe einer überlebensgroßen Kopfbüste aus Gips mit der Bezeichnung "Franz Neumann", gefertigt von der Bildhauerin Olga Badmajewa aus Pensa/Rußland 1994 an das Mathematische Institut Kaliningrad/Königsberg anläßlich der 450-Jahrfeier der Universität Königsberg 1994 zum 100. Todestag. Gleiche Büste wurde 1998 in Bronze an das Museum Stadt Königsberg in Duisburg übergeben
 

Ebenfalls zum 200.Geburtstag anläßlich eines Seminares in Kaliningrad/Königsberg am 25./26.9.1998: Enthüllung eines Hochreliefs im Universitätsgebäude. Das Denkmal entspricht dem verschollenen Relief von Friedrich Reusch, das ebenfalls in der Wandelhalle des Stüler´schen Universitätsgebäude hing.

Weitere Feiern anläßlich des 200.Geburtstages: Ausstellung: Handschriftlicher Nachlass Franz Neumanns in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Göttingen, Papendiek 14, Dr. H.Rohlfing e-mail: hsd@mail.sub.uni-goettingen.de Nov/Dezember 1998.

4.12.1998 Dies academicus der Arbeitsgemeinschaft für Ost- und Westpreußische Landeskunde
der Universität München Link: http://www.mathematik.uni-muenchen.de/~fritsch/agowplk.html


 

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Am 25.6.1999 wurde am Geburtsort Mellin, heutiges Glambeck, vom "Verein Denkmale Glambeck" ein weiteres Denkmal zu Ehren von Franz Neumann enthüllt, zu finden 3 km westlich Glambeck in Richtung Pahlow. Initiatoren: Frau H.Eichhorn und Herr R.Hochsieder. Am Geburtsort finden jährliche Gedenktage statt, die in ein Kulturprogramm des Verein integriert sind. So spricht am 19.5.2001 der Verfasser dieser Homepage einige Worte über Franz Neumann als preußischer Staatsbürger anläßlich des diesjähringen Preußenjahres. Die kleine Gedenkstunde wird umrahmt von Susanne Ehrhardt (Blockflöte) und Marlies Jacob Klavier aus Berlin bzw.Dresden.



Lit.: Paufler,P.; Neumann-Redlin von Meding,E.: Franz E.Neumann. Zum 200.Geburtstag des
Königsberger Mineralogen und Physikers. Berichte der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft
Beih. Z. Eur.J.Mineral. Vol.10, 1998, No.1, 13-21
Olesko, K.M. Physics as a calling, Cornell Univers. 1991, Ithaca and London

 

 

 

 

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